In Deutschland besteht Maskenpflicht. Das gilt aktuell auch für Kinder und Jugendliche. Je nach Bundesland müssen schon Kinder unter zehn Jahren im öffentlichen Raum, in der Schule und anderen Einrichtungen einen Mund-Nasen-Schutz tragen. Es besteht die Befürchtung, dass Masken Kindern schaden könnten. Nach allen bisher vorliegenden Erkenntnissen, stellt das Tragen von Masken aber keine gesundheitliche Gefahr dar. Beim Thema Mundschutz für Kinder gibt es jedoch einiges zu beachten – denn nicht jede Maske ist für Kinder geeignet! Unser Team hat die wichtigsten Fakten rundum Masken für Kinder zusammengestellt. Wir klären die Fragen: Welche Kinder sollten Maske tragen und welche nicht? Wie klappt Mundschutztragen bei Kindern am besten? und Was sollte man beim Kauf von Masken für Kinder beachten?

Mund-Nasen-Bedeckung – gefährlich für Kinder ?

Der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) hat darauf hingewiesen, dass Kinder durch das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes gesundheitlich nicht gefährdet sind. Auch die seelische Gesundheit der Kinder, sei durch das Tragen von Masken an sich, nicht gefährdet. Dies ergeben aktuelle Studien zur psychischen Belastung von Kindern und Jugendlichen durch die Corona Pandemie. Aus kinder- und jugendärztlicher Sicht bestehen bei gesunden Kindern ab zehn Jahren generell keine Bedenken gegen das Tragen von Masken. Kinder ab sechs Jahren können dem BVKJ zufolge optional eine Maske tragen, aber sie sollten sie jeder­zeit abnehmen können, wenn sie dies möchten.

Für Kinder unter sechs Jahren empfiehlt der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte keine Maske zu tragen. Dies gilt auch für Kinder mit schweren Atemwegsproblemen und Kinder, die die Maske nicht selbst entfernen können, wie beispielsweise Babies und Kleinkinder sowie Kinder mit körperlichen oder geistigen Beeinträchtigungen. Sind Kinder krank oder Eltern unsicher, ob ihr Kind einen Mund-Nasen-Schutz tragen kann, hilft die Rücksprache mit einer Kinder- und Jugendärztin.

So klappt es mit dem Masketragen bei Kindern

Mittlerweile wissen auch die Kleinsten – Maske gehört dazu, wenn die Familie einkaufen geht oder Papa mich in die Kita bringt. Kinder bis 6 Jahre sind in den meisten Bindesländern von der Maskenpflicht befreit. Für ältere Kinder gilt die Maskenpflicht im gesamten Bundesgebiet. Doch nicht jedes Kind trägt gerne und ohne Protest eine Gesichtsmaske. Leichter fällt Kindern die Akzeptanz von Masken, wenn ihnen Funktion und Sinn des Tragens kindgerecht erklärt werden. Eltern können ihren Kindern mit Geduld und Verständnis helfen, selbstständig mit Masken umzugehen. Wir haben ein paar hilfreiche Tricks zusammengestellt, mit denen Kindern das Masketragen leichter fällt.

  • Kinder brauchen Vorbilder: Kinder brauchen Vorbilder, an denen sie sich orientieren können. Deswegen ist es sehr wichtig, dass Eltern, große Geschwister oder andere Bezugspersonen mit gutem Beispiel vorangehen und selbst einen Mundschutz tragen. Wenn die Großen ihn als Schutz für unsere Gesundheit tragen, dann sieht er für die Kleinen zwar noch komisch aus, aber die Kinder können ihn leichter akzeptieren.
  • Geeignete Kindermasken: Kinder brauchen geeignete Kindermasken, die passen, bequem sind und durch bunte Farben und Motive zum Tragen eines Mundschutzes motivieren. Masken mit Stoffbändern sind für Kinder eher ungeeignet, wenn sie noch keine Schleifen binden können. Deshalb bei Kindermasken darauf achten, dass sie mit Gummischleifen an den Ohren befestigt werden können.
  • Eine kindegerechte Erklärung: Kinder brauchen eine kindgerechte Erklärung warum sie Mundschutz tragen sollen.  Dabei ist es wichtig keine Panik zu verbreiten, sondern ruhig und einfach zur erklären, was ein Virus überhaupt ist und warum Masken helfen, dass Menschen gesund bleiben. Wenn ihr euren Kindern anschaulich erklären möchtet was eine Maske bewirkt, schaut mal auf unsere Infografik zum Thema Aerosole und Tröpfchen. Dort findet ihr ein Experiment für Groß und Klein!
  • Masketragen muss geübt werden: Kinder brauchen Übung! Übt das richtige Aufsetzen und Abnehmen der Maske ein paar Mal. Plant dazu genügend Zeit ein, nicht kurz bevor ihr losgehen wollt. Für kleinere Kinder eignet sich das üben mithilfe eines Stofftiers oder einer Puppe, dem ihr auch eine Maske aufsetzt, so könnt ihr spielerisch vermitteln, wie eine Schutzmaske richtig anzuwenden ist.

Darauf bei Masken für Kinder achten

Die richtige Größe und Passform für Kindermasken wählen

Draußen und unterwegs sollten wir darauf achten uns möglichst nicht ins Gesicht zu fassen, um Schmierinfektionen zu vermeiden. Deshalb sollten Masken gut sitzen und nicht verrutschen oder stören. Damit Masken gut passen, sollten sie nicht zu fest und nicht zu locker vor Mund und Nase sitzen. Das gilt für Groß und Klein.

Geeignete Größen für Kindermasken

Masken, die für Erwachsene gefertigt wurden, sind für Kinder nicht passend. Sie sind häufig zu groß geschnitten (gilt für die Stofffläche wie für die Länge der Befestigung) , verrutschten leicht in die Augenpartie und bedecken evtl. nicht nur Mund- und Nase, sondern dass ganze Gesicht des Kindes. Da Masken als Hygieneprodukte nicht vorab anprobiert werden bzw. umgetauscht werden können, solltet ihr unbedingt auf die Größenangaben des Herstellers achten.

Masken für Kinder zwischen 4 und 8 Jahren sollten nicht breiter als 15 cm und nicht höher als 13cm sein.

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Maskenmodell mit Fächern wählen: Durch die Falten passt sich die Maske der Gesichtsform und Kopfgröße an. Bei Faltenmasken ist eine Höhe bis 8 cm für Kinder ab 6 Jahren gut geeignet.

Nasenbügel

Kindermasken sollten über einen Nasenbügel verfügen. Der Bügel ist individuell formbar und sorgt für passgenaues Anliegen an der Nase. Achtet darauf, dass die Nasenbügel in die Maske eingenäht sind, da sie sonst beim Waschen leicht verloren gehen. Nasenbügel aus Edelstahl oder Aluminium rosten nicht und können problemlos gewaschen werden.   

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Breite Nasenbügel passen sich noch etwas besser an als schmale Drahtbügel, sind stabiler und angenehmer zu tragen.

Gummischlaufen

Für Kinder empfehlen sich Masken mit Gummibändern, wobei die Gummischlaufen über die Ohren gezogen werden. Masken, die im Nacken geknotet werden, sind für Kinder nicht geeignet. Zum einen können Kinder selbst nicht oder noch nicht gut Schleifen binden insbesondere hinter dem eigenen Kopf. Und zum anderen bergen Masken mit Stoffbändern die Gefahr, dass sich Kinder beim Spielen damit im schlimmsten Fall verletzen oder strangulieren.

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Idealerweise lassen sich die Gummischlaufen an die Kopfgröße des Kindes individuell anpassen. Achtet deshalb beim Maskenkauf auf offene Gummischlaufen, die geknotet werden können oder mit einem Kordelstopper versehen sind.

Das ideale Material für Kindermasken

Wichtig ist, neben dem perfekten Sitz der Kindermaske, ihr Material. Leider bestehen viele Masken auch für Kinder aus synthetischen Fasern, wie Polyester. Diese sind weder für Erwachsene, noch und besonders für Kinder zu empfehlen. Ideal sind Stoffmasken, die zu 100% aus Baumwolle gefertigt sind. Reine Baumwolle nimmt zwar Feuchtigkeit deutlich schneller auf als synthetische Fasern und muss daher etwas häufiger gewechselt werden, sie ist aber auch deutlich atmungsaktiver und trotzdem gelangen Partikel und Tröpfchen schwerer nach außen oder nach innen, die Atemluft kann dennoch gut zirkulieren. Zudem gibt sie kein Mikroplastik ab, wie Masken mit Polyesteranteil das tun. Und wer will beim Atmen schon Plastik direkt vor Nase und Mund sitzen haben. Gewebte Stoffe aus 100% Baumwolle sind fester gewebt als Materialmixe mit Elasthananteil  oder gewirkte Stoffe wie Jersey. Sie sind dadurch formstabiler und die Maske leiert nicht so schnell aus.

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Wichtig nur Stoffe verwenden, die eindeutig auf Schadstoffe geprüft sind. Eine gute Orientierung für den Kauf schadstofffreier Textilprodukte bieten Zertifizierungen wie OEKO-TEX®-100-Standard

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OP-Masken und FFP-Masken sind nichts für Kinder

Die Sorge, dass Masken für Kinder gefährlich sind, weil sie vermehrt schädliches CO2 einatmen, ist in der Regel unbegründet. Wichtig ist jedoch, dass Kinder nur dann Masken tragen, wenn sie sich auch verständigen können, beispielsweise wenn ihnen der Mundschutz Probleme beim Atmen macht. Das ist bei Kindern unter zwei Jahren nicht der Fall, deshalb sollten Babies und Kleinkinder auf keinen Fall eine Maske tragen!!!

Masken aus Stoff, die wie beschrieben über geeignetes Material und Passform für Kinder verfügen, sind im Alltag für Kinder völlig problemlos zu tragen. Anders verhält es sich mit OP-Masken (MNS) oder Atemschutzmasken mit FFP-Klassifizierung. Abgesehen davon, dass solche Einwegmasken Umweltprobleme mit sich bringen, sind sie für Kinder nicht geeignet. OP-Masken sind für Erwachsene gefertigt und daher nicht für Kindergesichter im Alltag gemacht. Sie sitzen schlecht und verrutschen. Mund und Nase sind nicht ideal bedeckt. Um die Maske wieder zurechtzurücken, greifen Kinder vermehrt ins Gesicht und die Gefahr von Schmierinfektionen steigt.

Problematisch für Kinder sind insbesondere Staubschutzmasken bzw. FFP-Masken aus dem Baumarkt. Sie sitzen nicht nur schlecht bei Kindern, sie erschweren auch ihre Atmung. Der Grund ist, sie schließen anders als Stoff oder OP-Masken dicht ab (siehe auch Masken erklärt). Hier kann die Atemluft schwerer zirkulieren, so dass es schon nach kurzer Zeit zu Atembeschwerden kommen kann. Aber keine Sorge , zu einer CO2-Vergiftung (wie in den Sozialen Medien das Gerücht kursiert) wird es auch durch das Tragen einer FFP-Maske nicht kommen. Die Kohlenstoffdioxid-Moleküle sind so klein, dass sie von einem luftdurchlässigen Stoff nicht gesammelt oder aufgehalten werden können. Das würden nicht einmal die deutlich dichteren FFP-Masken schaffen.

Jeder trägt eine Maske, dann ist Jeder geschützt: Da die Maskenpflicht auch bei Kindern der Unterbrechung von Infektionsketten dient , sind Atemschutzmasken mit FFP-Klassifizierung sowohl bei Erwachsenen als auch bei Kindern außerhalb des medizinischen Bereiches unnötig. Stoffmasken sind im alltäglichen Gebrauch, ohne direkten und intensiven Kontalt mit Covid-19 Patienten völlig ausreichend.

Tragedauer von Masken bei Kindern

Kinder sollten, wie Erwachsene auch, etwa alle zwei Stunden die Maske wechseln oder zumindest trocknen lassen. Spätestens aber, wenn sie durchfeuchtet ist, da sie dann ihre Schutzfunktion verliert. Je feuchter die Maske, desto besser können Tröpfchen nach außern gelangen. Waschen mit Desinfektionsmittel oder hohen Temperaturen ist nicht notwendig. Wichtig ist die Zugabe von Seife oder Waschmittel (siehe auch Vier Arten das Coronavirus unschädlich zu machen), da sie die Fetthülle von Virus zerstören.

Alle Fragen zu Kindermasken auf einem Blick:

Ist das Tragen eines Mundschutzes oder einer Stoffmaske für Kinder gefährlich?

Der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) hat darauf hingewiesen, dass Kinder durch das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes gesundheitlich nicht gefährdet sind. Auch die seelische Gesundheit der Kinder, sei durch das Tragen von Masken an sich, nicht gefährdet. Dies ergeben aktuelle Studien zur psychischen Belastung von Kindern und Jugendlichen durch die Corona Pandemie.

Ab welchem Alter können Kinder Masken tragen?

Aus kinder- und jugendärztlicher Sicht bestehen laut Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) bei gesunden Kindern ab zehn Jahren generell keine Bedenken gegen das Tragen von Masken. Kinder ab sechs Jahren können dem BVKJ zufolge optional eine Maske tragen, aber sie sollten sie jeder­zeit abnehmen können, wenn sie dies möchten.

Wann sollten Kinder keine Maske tragen?

Der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) empfiehlt keine Masken für Kinder unter sechs Jahren, für Kinder mit schweren Atemwegsproblemen und Kinder, die die Maske nicht selbst entfernen können, wie beispielsweise Babies und Kleinkinder sowie Kinder mit körperlichen oder geistigen Beeinträchtigungen. Sind Kinder krank oder Eltern unsicher, ob ihr Kind einen Mund-Nasen-Schutz tragen kann, hilft die Rücksprache mit einer Kinder- und Jugendärztin.

Was beim Kauf von Masken für Kinder beachten?

Die wichtigsten Kriterien beim Kauf von Kindermasken sind Größe und Passform. Masken für Erwachsenen, sind generell nicht für Kinder geeignet. Sie sind häufig zu groß geschnitten , verrutschten leicht in die Augenpartie und bedecken evtl. nicht nur Mund- und Nase, sondern dass ganze Gesicht des Kindes.Für Kinder empfehlen sich Masken mit Gummibändern, wobei die Gummischlaufen über die Ohren gezogen werden. Masken, die im Nacken geknotet werden, sind für Kinder nicht geeignet. Achten Sie auf anpassbare Gummischlaufen, die individuell auf die Kopfgröße des Kindes angepasst werden können. Wählen Sie bevorzugt wiederverwendbare Stoffmasken aus Baumwolle und achten Sie auf Schadstoffe (OEKO-TEX® Zertifizierung).

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