Mundschutz ist nicht gleich Mundschutz

Atemschutzmasken, Mund-Nasen-Schutz (MNS) oder FFP-Masken, DIY-Masken und jetzt noch die Alltagsmaske miamasuku® – rund um den Mundschutz existieren viele Bezeichnungen, Definitionen und Begrifflichkeiten. Wir möchten dir einen Überblick über die Formen, Arten & Typen geben und die wichtigsten FAQ zum Thema Mundschutz beantworten.

Das Wort Mundschutz wird häufig auf alle Masken bezogen, die Mund und Nase irgendwie bedecken. Also sowohl die Einwegmaske, die wir aus dem OP-Saal kennen, als auch die weißen Atemschutzmasken aus dem Arbeitsschutz, oder eben die modischen Community-Masken oder Behelfs-Mund-Nasen-Schutz. Aber zwischen diesen Formen und Typen gibt es hinsichtlich Anwendung und Funktion Unterschiede, die wir dir hier gerne erklären möchten.

Mundschutz erklärt!  

MNS – Mund-Nasen-Schutz

MNS steht für Mund-und-Nasen-Schutz und wird synonym auch als OP-Maske oder Medizinische Gesichtsmaske bezeichnet. Dabei handelt es sich um eine Halb-Maske, die Mund und Nase bedeckt und mittels Gummi an den Ohren befestigt wird. Sie wird aus mehreren Lagen Vlies gefertigt. Eine Schicht davon wirkt als Filter, der die Luft in beide Richtungen filtert, also sowohl die Atemluft des Trägers als auch die Umgebungsluft. MNS liegen nicht dicht am Gesicht an und dichten nicht vollständig ab. Ungefilterte Außenluft kann immer noch seitlich eindringen. Mundschutz-Masken dienen, anders als viele glauben, dem Fremdschutz. Also nicht der Träger wird durch eine MNS vor Viren oder Bakterien geschützt, sondern sein Gegenüber vor dessen Tröpfchen, die durch Nießen oder Husten sonst weit in die Umgebung geschleudert würden. 

Bei MNS handelt es sich um Einwegmasken, die sobald sie feucht sind, ihre Schutzwirkung verlieren und ausgewechselt werden müssen.  Nach dem Medizinproduktegesetz dürfen lediglich Masken, wie die MNS mit einer CE-Kennzeichnung den Begriff „Schutzprodukt“ tragen. Sie müssen zudem die Norm DIN EN 14683:2019-6 erfüllen.

Die Verbrauch von Einwegmasken ist im Verlauf der Corona-Krise stark angestiegen – und das weltweit. Damit sind große Probleme für die Umwelt verbunden, die wir im Bereich Einwegmasken und Umweltprobleme nochmal für euch zusammengefasst haben.

Atemschutzmasken mit FFP-Schutzklasse

Atemschutzmasken bestehen aus gehärtetem Papier oder Stoffen und sind mehrlagig gefertigt. Sie haben Filter, sitzen mit etwas Abstand über Mund und Nase und liegen dabei an den Wangen eng an. Professionelle Atemschutzmasken werden als „Filtering Facepiece“, abgekürtzt FFP bezeichnet und in Schutzklassen eingeteilt. FFP-Masken schützen vor partikelförmigen Schadstoffen wie Staub, Rauch und Aerosole. Je nach Dichte wird zwischen FFP1- , FFP2- und FFP3-Masken unterschieden, die verschiedene Schutzstufen bieten. Je höher die Schutzstufe, also die Zahl ist, desto effektiver filtert sie Partikel wie Staub oder flüssige Schwebeteilchen aus der Luft. Daher dürfen z.B. FFP3 Atemschutzmasken gegen gesundheitsschädlichere Schadstoffe und bei höheren Schadstoffkonzentrationen eingesetzt werden als Atemschutz der Schutzstufen FFP1 und FFP2.

Unterschiede zwischen den FFP-Schutzklassen

FFP1 Masken +
  • Schutzwirkung: Schutz gegen ungiftige Partikel (z.B. Feinstaub). Schützt nicht bei krebserzeugenden Stoffen oder radioaktiven Partikeln.
  • Fremdschutz: vermindert die Tröpfchenfreisetzung des Trägers durch Nießen oder Husten.
  • Eigenschutz: schützen bei geringerer Virenkonzentration in der Umgebungsluft , z.B. bei Einhaltung der Abstandsregeln oder wenn Gegenüber ebenfalls eine Maske trägt. Keine Filterfunktion wie bei FFP2 und FFP3-Masken.
  • Addeckung: mindestens 80% der Schadstoffe werden aus der Luft gefiltert.
FFP2 Masken +
  • Schutzwirkung: Schutz gegen gesundheitsschädliche Partikel (Viren), schützt nicht bei krebserzeugenden Stoffen oder radioaktiven Partikeln.
  • Fremdschutz: Bei Varianten ohne Ausatemventil vermindern sie die Tröpfchenfreisetzung des Trägers durch Nießen oder Husten. Bei Varianten mit Ausatemventil besteht kein Fremdschutz, da die Tröpfchen des Trägers ungefiltert in die Umgebung gelangen.
  • Eigenschutz: Filtern Tröpfchen/ Aerosole beim Einatmen. Schützen bei geringem Infektionsrisiko durch Aerosole, nicht aber bei hohen Risikositutationen, wie ein enger Kontakt in geschlossenen Räumen mit Sars-CoV-2 Infizierten und Covid-19-Kranken.
  • Abdeckung: mindestens 92% der Schadstoffe werden aus der Luft gefiltert
FFP3 Masken +
  • Schutzwirkung: Schutz gegen gesundheitsschädliche und krebserzeugenden Partikel sowie gegen radioaktive Stoffe.
  • Fremdschutz: Bei Varianten ohne Ausatemventil vermindern sie die Tröpfchenfreisetzung des Trägers durch Nießen oder Husten. Bei Varianten mit Ausatemventil besteht kein Fremdschutz, da die Tröpfchen des Trägers ungefiltert in die Umgebung gelangen.
  • Eigenschutz: Filtern Tröpfchen/ Aerosole beim Einatmen. Schützen bei geringen und hohen Infektionsrisiko, z.B. im engen Kontakt mit Covid-19 Patienten.
  • Abdeckung: mindestens 99% der Schadstoffe werden aus der Luft gefiltert

Während FFP1 Masken insbesondere vor ungiftigen Partikeln wie Feinstaub schützen und einen guten Fremdschutz im Alltag bieten ( wenn beide Seiten Masken tragen), schützen Masken ab FFP2 effektiv vor Viren. Wenn Ärzte und Pfleger im engen Kontakt mit Sars-CoV-2 Infizierten und Covid-19-Kranken sind, ist eine FFP3-Maske nötig.

Nicht nur in der Medizin, sondern auch in einigen anderen Bereich wird der FFP-Mundschutz als Hilfsmittel eingesetzt. Beispielsweise in Bauberufen, in denen Arbeiter öfter mit Substanzen konfrontiert sind, die, wenn sie über die Atemwege aufgenommen werden, gesundheitsschädlich sein können. FFP-Masken unterliegen in jedem Fall dem Produktsicherheitsgesetzes, sind entsprechend CE zertifiziert und müssen der Norm DIN DIN EN 149:2001-10 entsprechen.

Atemschutzmasken mit Ventil – unabhängig von der Schutzklasse

Ein Ventil an einer FFP-Maske dient dem Komfort und hat nichts mit FFP-Schutzstufe zu tun. Es öffnet sich beim Ausatmen, beim Einatmen bleibt es dicht verschlossen. So wird warme und feuchte Ausatemluft direkt und ungefiltert aus der Atemschutzmaske geleitet. Beim Einatmen bleibt die Filterleistung der FFP-Maske erhalten. Das Ausatemventil sorgt so für ein angenehmeres Klima in der FFP-Maske und für leichteres Ausatmen. FFP1 Masken, FFP2 Masken und FFP3 werden daher wahlweise mit oder ohne Ausatemventil angeboten.

Wiederverwendung von FFP-Masken

Bei FFP-Masken mit der Kennzeichnung „NR“ für „non reusable“ ist der Gebrauch auf die Dauer einer Arbeitsschicht begrenzt. Bei FFP-Masken mit der Kennzeichnung „R“ für „reusable“ ist die Wiederverwendung über die Dauer einer Arbeitsschicht hinaus möglich. Beim Umgang mit luftgetragenen biologischen Stoffen wie Schimmelpilzen aber eben auch Bakterien und Viren, dürfen diese FFP-Masken entsprechend der DGUV-Regel 112-190 jedoch auch nur einmal oder höchstens für die Dauer einer Arbeitsschicht verwendet werden. Das bedeutet für den aktuellen Umgang im medizinischen Alltag, wo Masken in erster Linie dem Schutz vor dem Covid19 dienen , ist eine Wiederverwendung nicht empfohlen.

Alltagsmasken – Stoffmasken

Alltagsmasken (synonym Behelfs-Mundschutz-Masken oder Community-Masken) wie die von miamasuku®, werden aus handelsüblichen Stoffen genäht. miamasuku® Masken bestehen aus 100% Baumwollstoff mit Oeko-Tex®-Zertifizierung (das bedeutet streng auf Schadstoffe geprüft), den wir von lokalen Stofflieferanten beziehen. Dieser wird dann 2-lagig zu Masken verarbeitet, die atmungsaktiv sind. Sie dichten ähnlich wie MNS ab, sind trotzdem sehr anschmiegsam und deshalb bequem zu tragen. Anders als MNS oder FFP gibt es für Alltagsmasken derzeit noch keine Standards oder Zertifizierungsverfahren. Deshalb handelt es sich bei miamasuku®-Masken auch nicht um ein zertifiertes Medizinprodukt nach dem Medizinproduktgesetz, sondern um ein Hygieneprodukt. Wie OP-Masken fangen Stoffmasken wie miamasukus® Tröpfchen des Trägers ab und können damit die Abgabe von Viren und Bakterien reduzieren. Im Unterschied zu MNS- und FFP-Masken sind miamasukus® waschbar (Hinweise zur Reinigung von Stoffmasken) und können beliebig wiederverwendet werden. Das spart Geld, Müll und Ressourcen.

Stoffmasken-Masken können sinnvoll helfen – sagt die Wissenschaft

Wurde das Tragen von Allttagsmasken anfangs von Behörden und Wissenschaftlern noch als „wirkungslos“ bezeichnet, empfehlen mittlerweile einschläge Institute – wie das Robert-Koch Institut (RKI) -, Virologen wie Christian Drosten und Studien in Fachmagazinen wie Nature (Nature: Leung et al., 2020) das Tragen von einfachen Stoffmasken auch ohne FFP-Schutzklasse. Sie unterstützen die These, dass das Übertragungsrisiko von Corona- und Influenzaviren durch den infizierten Maskenträger vermindert wird.

In Bus und Bahn, zwischen den Regalen im Supermarkt oder im Büro, wo wir den allseits empfohlenen Sicherheitsabstand von mindestens 1,5 Metern nicht einhalten können – können Mund-Nasen-Masken wie miamasukus® damit helfen das Infektionsrisiko zu senken. Denn durch das Tragen wird die Verbreitung von Tröpfchen beim Atmen, Sprechen, Husten oder Niesen durch den Träger an die Umgebung gemindert. Außerdem wer Maske trägt fasst sich automatisch nicht ins Gesicht und ist generell aufmerksamer in Bezug auf Hygienemaßnahmen.

Unterschiede zwischen MNS, FFP-Mundschutz und Stoffmasken

Mund-Nasen-Schutz (MNS)

Atemschutz-Maske nach FFP-Klassifizierung

Stoffmaske – miamasuku®

Welchen Zweck erfüllt die Maske? Dient dem Fremdschutz: Sie schütz andere vor dem Tröpfchenauswurf des Trägers. Sie schützt die tragende Person nicht vor Viren und Bakterien.Eigenschutz: Schützt die tragende Person vor dem Einatmen kleinster luftgetragener Partikel und Tropfen. Filtert bei korrekter Verwendung wenigstens 78% der luftgetragenen Partikel und/oder Viren und Bakterien aus der Atemluft der tragenden Person.Vermindert als Hygieneprodukt die Verbreitung von Tröpfchen beim Atmen, Sprechen, Husten oder Niesen durch den Träger an die Umgebung. 
Wie gut dichtet die Maske ab? Die Maske dichtet nicht ab.Bei korrekter Verwendung minimale Undichtigkeiten (bis zu 2%) beim EinatmenDie Maske dichtet nicht ab.
Wie lange kann die Maske verwendet werden? MSN sind ein Wegwerfprodukt. Sie müssen nach einmaliger Anwendung entsorgt werden. Sobald sie feucht geworden sind, wirken sie nicht mehrJe nach Klassifizierung für eine Arbeitsschicht von 8 Stunden geeignet. FFP-Masken sollten nicht wiederverwendet werden. Ausnahme: sie sind mit „R“gekennzeichnet und damit zur für eine Wiederverwendung geeignet.Einfaches Waschen mit Seife oder Waschmittel (keine hohen Temperaturen notwendig) macht sie unbegrenzt wiederverwendbar.
KlassifizierungMedizinprodukt
mit CE Zertifikat und  DIN EN 14683:2019-6
Medizinprodukt
mit CE Zertifikat und Norm DIN EN 149:2001-10
Hygieneprodukt

Die Unterschiede zwischen den einzelnen Mundschutz-Typen MNS, FFP und Stoffmasken findest du übersichtlich zusammengestellt in unserer Infografik – „Masken erklärt – Welchen Schutz gibt es für Mund und Nase“. Diese kannst du in umserem Bereich Infografiken auch als JPG oder PDF-Datei kostenlos downloaden.

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